Hier möchte ich wieder eigene Collagen aus früheren Jahren vorstellen - aus einem
Kalender 1996:
23. April 2009
22. April 2009
WeimarBigBand im "mon ami"
Nach einem Jahr Big-Band-Abstinenz waren wir am Sonntag, dem 19. April im "mon ami" zur "Andreas-Max-Martin-Show" mit der WeimarBig Band. Allerdings war dieser Andreas Max Martin eine unnötige Zugabe zur wieder herrlich swingenden Big-Band-Musik, und was seine "bildschöne und charmante" Assistentin Anja Krause mit ihrem Köfferchen auf der Bühne sollte, ging mir nicht ganz auf (sie sollte lt. Monatsprogramm für den nötigen Glamour sorgen!).
Es ist immer wieder erstaunlich, wie diese Musiker um Matthias Eichhorn und Christoph Bernewitz einmal im Monat zum Konzert zusammenfinden; die herrlichen Saxophon- und Posaunensätze wechseln mit exellenten Soli ab: besonders das große Piano-Solo von Matthias Bätzel und Solis von Nils Alf (tens), Matthias Eichhorn (b) und Jan Roth (dr). Das nächste Konzert wird wieder im Kasseturm sein und hoffentlich ohne "Entertainer in residence".
Abschluss-Standing vor der Bühne
Foto: Peter Rost
Es ist immer wieder erstaunlich, wie diese Musiker um Matthias Eichhorn und Christoph Bernewitz einmal im Monat zum Konzert zusammenfinden; die herrlichen Saxophon- und Posaunensätze wechseln mit exellenten Soli ab: besonders das große Piano-Solo von Matthias Bätzel und Solis von Nils Alf (tens), Matthias Eichhorn (b) und Jan Roth (dr). Das nächste Konzert wird wieder im Kasseturm sein und hoffentlich ohne "Entertainer in residence".
Foto: Peter Rost
19. April 2009
Deutsche Duckmäuser
Zur gegenwärtigen Debatte um die DDR als Unrechtsstaat hier zwei Leserbriefe zu deutschen Duckmäusern:
Andreas Bubrowski aus Neustadt in der Süddeutschen Zeitung Nr. 88 vom 17. April 2009:
"Der DDR-Staat war für deren Bewohner mehrheitlich kein oktroyierter Fremdkörper, sondern ihre Heimat.... Wer die recht flexiblen Toleranzgrenzen des Systems nicht überschritt, merkte nicht nur nichts von der Stasi. Die Stasi war zudem konsequenter Ausdruck einer kleinbürgerlichen Geistes- und Lebenshaltung der Mehrheit der Bürger, geprägt von Sozialneid, deutscher Duckmäuser-Tradition und eines zur Staatsdoktrin erhobenen tief verwurzelten Minderwertigkeitskomplexes proletarischer Massen gegenüber Weltoffenheit, Wettbewerb und Wohlstand.
Das Problem der Ostdeutschen ist...die unverändert ausstehende selbstkritische Aufarbeitung einer von Verlogenheit, Selbsttäuschung, Naivität und Opportunismus geprägten Lebenshaltung - dessen Folge die DDR war, nicht die Ursache."
Dirk Ortmann, Cuxhaven in "Die Zeit" Nr. 17/2009 vom 16. April 2009:
"Was ich in den letzten 20 Jahren beobachtet habe, ist die von politisch-ökonomischen Machtverbänden gelenkte und zutiefst inhumane Verunsicherung der arbeitenden Bevölkerung, indem ein verzerrtes Bild der Realität gezeichnet wurde nach dem Motto: Ihr müsst jetzt alle den Gürtel enger schnallen! Ihr müsst mehr arbeiten für weniger Geld! Ihr müsst auf Urlaub und Überstundenzuschlag verzichten. Ihr solltet Angst um euren Arbeitsplatz haben, dann seid ihr besser zu manipulieren, dann tut ihr alles für unser Geld! Am Ende dieses schleichenden mentalen Umgestaltungsprozesses hat man eine Gesellschaft von Duckmäusern, die sich fügsam jeder "plausiblen" Rezession anpasst, um unsere Ökonomie zu retten. Nur wessen Ökonomie ist es denn eigentlich geworden?
Im Grunde ist eine Nation doch heutzutage eine historisch gewachsene Zwangsgemeinschaft von unfreien Bürgern, die von supranationalen, global agierenden Konzernen gemolken wird."
Andreas Bubrowski aus Neustadt in der Süddeutschen Zeitung Nr. 88 vom 17. April 2009:
"Der DDR-Staat war für deren Bewohner mehrheitlich kein oktroyierter Fremdkörper, sondern ihre Heimat.... Wer die recht flexiblen Toleranzgrenzen des Systems nicht überschritt, merkte nicht nur nichts von der Stasi. Die Stasi war zudem konsequenter Ausdruck einer kleinbürgerlichen Geistes- und Lebenshaltung der Mehrheit der Bürger, geprägt von Sozialneid, deutscher Duckmäuser-Tradition und eines zur Staatsdoktrin erhobenen tief verwurzelten Minderwertigkeitskomplexes proletarischer Massen gegenüber Weltoffenheit, Wettbewerb und Wohlstand.
Das Problem der Ostdeutschen ist...die unverändert ausstehende selbstkritische Aufarbeitung einer von Verlogenheit, Selbsttäuschung, Naivität und Opportunismus geprägten Lebenshaltung - dessen Folge die DDR war, nicht die Ursache."
Dirk Ortmann, Cuxhaven in "Die Zeit" Nr. 17/2009 vom 16. April 2009:
"Was ich in den letzten 20 Jahren beobachtet habe, ist die von politisch-ökonomischen Machtverbänden gelenkte und zutiefst inhumane Verunsicherung der arbeitenden Bevölkerung, indem ein verzerrtes Bild der Realität gezeichnet wurde nach dem Motto: Ihr müsst jetzt alle den Gürtel enger schnallen! Ihr müsst mehr arbeiten für weniger Geld! Ihr müsst auf Urlaub und Überstundenzuschlag verzichten. Ihr solltet Angst um euren Arbeitsplatz haben, dann seid ihr besser zu manipulieren, dann tut ihr alles für unser Geld! Am Ende dieses schleichenden mentalen Umgestaltungsprozesses hat man eine Gesellschaft von Duckmäusern, die sich fügsam jeder "plausiblen" Rezession anpasst, um unsere Ökonomie zu retten. Nur wessen Ökonomie ist es denn eigentlich geworden?
Im Grunde ist eine Nation doch heutzutage eine historisch gewachsene Zwangsgemeinschaft von unfreien Bürgern, die von supranationalen, global agierenden Konzernen gemolken wird."
9. April 2009
Es geht wieder los

Heute vor einem Jahr musste ich das Bloggen unterbrechen, da ich beruflich sehr stark eingespannt war.
Jetzt möchte ich aber wieder beginnen und ausgerechnet da anfangen, wo ich aufgehört hatte:
Am 09.04.2008 blühte unser Bambus und anschließend haben wir den ganzen großen schönen Busch beseitigt; an seiner Stelle ist jetzt ein Staudenbeet angelegt. Allerdings hatten wir einen Teil abgesenkt, der ebenfalls blühte, anschließend aber wieder grün ausschlug. Zu unserem Erstauen blüht er jetzt wieder zum Frühlingsanfang. Also dann auf ein Neues.
9. April 2008
Neues aus dem Garten

In diesem Jahr hat es uns erwischt: unser Bambus hat geblüht - und nun ist er fort. In einer Hau-Ruck-Aktion ist er ausgegraben worden. An einem anderen Standort hat er ebenfalls geblüht, wird aber jetzt einer ständigen Kontrolle unterzogen. Vielleicht lässt sich etwas retten.

Und das war Ostern 2008:

21. Januar 2008
Weimar Big Band im Kasseturm
Gestern Abend im Kasseturm: monatliches Konzert der "Weimar Big Band". Inzwischen gibt es mehrere Big Bands in Weimar (u.a. auch die Big Band der Musikschule "Ottmar Gerster"); allerdings die beste und professionellste ist die "Weimar Big Band", ein Zusammenschluss von Musikern aus Thüringen, Leipzig und Berlin. Hauptinitiatoren sind Christoph Bernewitz (git) und Matthias Eichhorn (b). Erstmalig traten die Musiker im Juni 2006 im Kasseturm auf; gegenwärtig treffen sich die engagierten Musiker einmal im Monat immer Sonntags (da der Sonnabend durch anderweitige auch berufliche Verpflichtungen verplant ist). "Wir folgen damit dem Prinzip des Sunday Night Orchestra aus Nürnberg", so die Musiker.
Das Konzert war fantastisch, besonders gefallen haben mir Bassist Matthias Eichhorn, Matthias Bätzel am Keybord und Stanley Blume (altsax).
Die Rhythmusgruppe der Band.
Den newsletter der Band mit den Terminen kann man abonnieren über news@weimarbigband.de.
Alle Fotos: Peter Rost
Das Konzert war fantastisch, besonders gefallen haben mir Bassist Matthias Eichhorn, Matthias Bätzel am Keybord und Stanley Blume (altsax).
Die Rhythmusgruppe der Band.Den newsletter der Band mit den Terminen kann man abonnieren über news@weimarbigband.de.
Alle Fotos: Peter Rost
16. Januar 2008
Sylvester in Wien
Unsere Sylvesterreise nach Wien begann mit einer halben Stunde Platzrunden im Flugzeug, bevor wir in Schwechat landen konnten. Der Wiener Flughafen hat seine Kapazitätsgrenze erreicht. Von 1998 bis 2007 stiegen die Flugbewegungen im österreichischen Luftraum von 741.043 auf 1.200.000 (Quelle: Austro Control). Die Konsequenzen spüren Reisende natürlich in Form von Verspätungen. In Wien-Schwechat erreichten die Flugbewegungen zuletzt bis zu 900 täglich; die maximalen Landungen sind auf 41 pro Stunde gestiegen. Nach einer Statistik von Euro Control ist Österreich für vier Prozent aller Verspätungen in Europa´s Luftverkehr verantwortlich. Grund für die Misere ist nicht nur Sparsamkeit bei Kosten und Personal, sondern eine gravierende Fehlprognose über die Entwicklung des Luftverkehrs nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001.
Unseren wunderschönen Tagen in Wien tat das aber keinen Abbruch, mit Air Berlin flogen wir von Erfurt über Nürnberg nach Wien und am 1. Januar abends wieder zurück. Die Sylvesternacht in Wien ist ein tolles Erlebnis: auf den Straßen und Plätzen um Stephansdom und Rathaus wird seit vielen Jahren ein einzigartiges Straßenfest gefeiert. Es war unser erstes Sylvester außer Haus und gleich ein so grandioses. Hier nur einige Impressionen von unserem selbstorganisierten Programm:
Unser Hotel: Hotel "Graben" in der Dorotheengasse 3 gleich neben dem
Stephansdom im Antiquitätenviertel. Hier verkehrten von 1913 bis 1919 die Literaten Peter Altenberg, Franz Kafka und Max Brod.Museen: In der "Albertina" Ausstellung "Monet bis Picasso - Die Sammlung Batliner" und natürlich im Leopold-Museum im MQ Schiele und Klimt, Secession mit dem berühmten Beethoven-Fries von Gustav Klimt.
Stadtrundfahrt obligatorisch u.a. mit Besichtigung von Schloss Schönbrunn, und Abstecher zur Gasometer-City.
Von Schiele beeindrucken mich besonders die Gemälde und Zeichnungen mit Landschafts- und Städte-Motiven. Dazu muss ich erzählen, dass wir vor 1990 oft im Böhmerwald Urlaub machten und es mir Cesky Krumlov (Böhmisch Krumau) besonders angetan hatte, mit seiner damals noch unsanierten historischen Bausubstanz - und hier in Wien fand ich die Motive bei Schiele. Leider kommen in den Veröffentlichungen zu Egon Schiele die meisterhaften Bleistiftzeichnungen von Landschaft und Interior zu kurz, da immer und überall der Schwerpunkt auf seinen erotischen Darstellungen liegt.Abends: Orgelkonzert im Stephansdom -Mozart, Franck, Bach - und als erster Höhepunkt: Kubanisches Feuerwerk mit den alten Herren von "The Bar at Buena Vista" im Museumsquartier, Sylvester-Menü miit netten Tischnachbarn aus München im Hotel "Regina" und dann raus auf den Sylvesterpfad. Wir schafften es wegen der Menschenmassen gar nicht mehr bis zum Hotel, sondern mußten uns auf der Straße mit Sekt versorgen und bis zum frühen Morgen dann gleich mitfeiern und mittanzen.
Empfehlungen für Gastronomie und Einkauf folgen später.
Erkennungszeichen für empfehlenswerte Wiener Cafés:- Kellner mit schwarzem Anzug und immer freundlich
- mindestens 10 internationale Zeitungen
- immer Wasser zum Kaffee.
Impressionen:
Die farbigen Lichtdekorationen bei Tag und Nacht


Am Tag danach:
Und zum Schluss alle guten Wünsche für 2008!
Alle Fotos: Peter Rost
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