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28. Oktober 2009

Farbe im Garten

Und wieder bringt der Herbst bei unseren Ahornen wunderbare Farbe in den Garten: Hier ein neugepflanzter Acer palmatus `Shishigashira`im zweiten Jahr vor der Kulisse hoher Gräser Calamagrostis x acutiflora `Stricta`- übrigens das einzige Gras, das aufrechtstehend den Winter überdauert.

Auch die Schlitzahorne zeigen Farbe und der ganze Garten bekommt sein Herbstkleid.

Und hier noch ein Tip für Gräserfreunde: Ein großes und reichhaltiges Gräserangebot findet man bei
E. Koch Staudenkulturen Erfurt, Im kleinen Feld 8, 99094 Erfurt an der Straße zwischen Bischleben und Möbisburg. Tel.: 0361 - 7968206. Öffnungszeiten: März - Oktober.

2. Dezember 2007

1. Advent in Silberstrasse

Wieder einmal waren wir, S. und ich, zu Besuch bei unseren lieben Freunden A. und E. in Silberstrasse. Sonnabends ein Konzert im Robert-Schumann-Haus in Zwickau - Liederabend als Weihnachtskonzert der Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau e.V. mit Simone Ditt, Sopran und Zaruhi Stamboltsyan am Klavier. Dargeboten wurden außer den Weihnachtsliedern op. 8 von Peter Cornelius zwei Liederzyklen nach Texten von Heidi Bergmann, komponiert von Paul Eberhard Kreisel als Uraufführung. Danach kurzer Besuch des Zwickauer Weihnachtsmarktes. Am Sonntag Ausflug nach Hartenstein und Wildenfels. Hier nur ein kleiner Einblick in die Foto-Ausbeute:

Für den Gartenfreund: Ein Garten mit Gräsern in der Nachbarschaft - "Einzug der Gräser und Farne in die Gärten" frei nach Karl Förster.
Schöne Details aus Hartenstein und Wildenfels:


Abend in Silberstrasse:

Wenn das Abendrot
im Westen welkt
das Nebellicht

sieben Schleier
zu weben beginnt
und sich Fluren
mit Finsternis füllen
vernehm´ich
das Flüstern der Rose
die der Wind durchfährt
der angeschlagene Ton

noch einmal hörbar
im Wehen des letzten Blattes
das von der Rose fällt

bevor alle Stimmen verloren
Herbstnacht sinkt
auf traumlosen Grund

Heidi Bergmann aus Herbstzyklus

Alle Fotos: Peter Rost

7. November 2007

Ein Fest der Farbe im Garten geht zu Ende

Seit gestern regnet es und stürmt und damit geht das farbige Herbstfeuerwerk in unserem Garten für dieses Jahr zu Ende. Besonders auffallend jedes Jahr die großen Kostbarkeiten, die Fächer-Ahorne. Immer wieder fasziniert die Veränderung: aus einem dunkelgrünen Sommerblatt (Acer palmatum 'Osakazuki') innerhalb kurzer Zeit im Oktober leuchtend karminrote Blätter entstehen zu sehen, die im Garten weithin sichtbar sind und den Blick auf sich ziehen. Wir haben verschiedene Fächer-Ahorne direkt an der Terrasse am Haus und die beiden rot und grün gefärbten Schlitzahorne an der Terrasse am Gartenhaus gepflanzt, so dass man sie aus nächster Nähe bewundern kann. In Nachbarschaft von großen Steinen wirken sie besonders schön.

Acer palmatum 'Katsura' ist eine Zwergform, bei uns aber schon fast 1,00 m hoch; im Austrieb bronze/orange, im Sommer hellgrün und mit leuchtend orange Herbstfärbung mit vielen Farbnuancen.

Acer palmatum 'Osakazuki' (1998 von H. Hachmann bezogen) mit unübertrefflicher Herbstfärbung in karminrot.

Acer palmatum 'Dissectum Garnet' mit dunkelroter tiefgeschlitzter Belaubung, die dann im Oktober/November zu einem glühenden Rot wechselt.

Der rote Fächer-Ahorn Acer palmatum 'Atropurpureum' (1996 gepflanzt neben einem großen Findling) hat ebenso wie der zierliche Acer shirasawanum 'Aureum' bereits letzten Monat seine Blätter verloren. Alle anderen sind dieses Jahr etwas spät dran, aber der Sturm heute und der Regen werden sie wohl auch entblättern. Allerdings sind sie durch ihre Rinde auch "nackt" interessant anzusehen.

28. Oktober 2007

Magnolie im Herbst

Wir haben in unserem Vorgarten vor über 20 Jahren eine Magnolie gepflanzt, eine Magnolia x soulangiana. Erst nach 15 Jahren begann sie zu blühen und ist im Frühjahr ein wundervoller und aparter Schmuck von Haus und Garten. Jetzt im Herbst kann man ein Schauspiel beobachten: das Öffnen der Samenkapseln.

Jedes Jahr öffnen sich die Balgfrüchte und geben die von einem roten Mantel umhüllten Samen frei.


Die Frucht ist eine holzige, aufspringende Balgkapsel, aus der später die Samenkörper an einem Faden herunterhängen.

Die Samen landen in aller Regel auf dem Gartenboden und kommen nicht zur Keimung. Jedenfalls habe ich noch nie einen Keimling gefunden.

Die Vermehrung der Magnolie ist schwierig und mir bisher noch nie gelungen. Die Samen müssen stratifiziert werden, d.h. sie werden in Gefäßen oder in der Erde in dünner Schicht auf eine Sandunterlage ausgebreitet, mit einer weiteren dünnen Schicht überdeckt und ca. ein Jahr lang so gehalten. Danach kann man aussähen, muss aber das rote Fruchtfleisch von den Samen entfernen. Wie gesagt, dies ist mir noch nicht geglückt.

16. September 2007

Ein neuer Abschnitt

"In wunderlichem Bogen wuchs der Birke Ast zunächst nach unten, dann nach oben."
So beginnt Christiane Weber ihren Beitrag in "Villen in Weimar (2)" über unser Haus und seine früheren Bewohner. Den "anmutigen Haken" hat ein überlebender Ast einer vor langer Zeit abgebrochenen Birke an der Straßenseite des Grundstücks geschlagen, der vom Lebenswillen des morschen Baumstumpfs zeugte und seltsamerweise jedes Jahr von Neuem ergrünte, obwohl der Rest des Baumes schon weitgehend abgestorben war. In diesem Jahr aber vertrocknete dieser Ast ebenfalls und endgültig; er drohte auf Passanten und Autos abzustürzen und so mussten wir dieses Wahrzeichen schweren Herzens beseitigen lassen. Verbunden damit haben wir auch Linde und Pappel vor unserem Haus einer fachmännischen Verjüngung unterzogen, im Herbst folgen die sehr alten Obstbäume im Garten. Nach fast 40 Jahren, in denen unser Garten nach vielem Auf und Ab seine heutige Gestalt erhielt, wird der Einsatz von Säge und Schere dringend notwendig, um Gehölzen u
nd Pflanzungen mehr Licht und Luft zu verschaffen und neues Wachstum anzuregen. Zur Pflege gehört auch das Schneiden und Ausgraben; nicht alles entwickelt sich nach den Vorstellungen des Gärtners und so muss er dann und wann eingreifen.

Zufällig fällt diese Verjüngungskur auf einen Zeitpunkt, der auch einen neuen Lebensabschnitt bei S. und mir einläutet: In diesem Jahr beenden wir unsere beruflichen Laufbahnen und wechseln schrittweise in den "Pensionärs-Status", wobei dies nicht mit "Ruhestand" gleichzusetzen ist. Beide wollen wir uns auf unseren Arbeits- und Interessengebieten weiter beschäftigen, nur in anderem Rahmen und mit neuer Schwerpunktsetzung. So soll die Veränderung im Erscheinungsbild unserer Bäume gleichsam den Beginn eines neuen Abschnittes in unserem Leben markieren. Vorläufig sind wir vollauf damit beschäftigt, uns wieder an uns ohne Kinder, Arbeit und Verantwortung zu gewöhnen.

Die lange Pause in diesem Blog war dem diesmal ausführlichem Jahresurlaub geschuldet; demnächst mehr über Erlebnisse und Entdeckung im Norden unseres Landes.

11. Mai 2007

Rückblick April


Ein Rückblick auf die April-Farben im Garten: eine frühe Berberitze.

Dieser April bescherte uns ein herrliches Frühlingswetter mit viel Sonnenschein und kaum Regen. Die Bauern fürchteten schon um eine Missernte bei ausbleibender Feuchtigkeit. Besonders betroffen wären Gerste, Weizen und Zuckerrüben, was eine Erhöhung des Bierpreises im Herbst nach sich zeihen könnte. Aber seit dieser Woche haben wir Aprilwetter - im Mai. Heute ist übrigens der erste "Eisheilige":
11.5. Mamertus
12.5. Pankratius
13.5. Servatius
14.5. Bonifatius
und zum Schluss am 15.5. die "kalte Sophie". Wenn es gegenwärtig auch nicht so aus sieht, gerade im Zeitraum um den 12. bis 14. Mai fallen die Temperaturen häufig rapide ab, wodurch es Bodenfrost geben kann. Das Motto heute:

Der heilige Mamerz hat von Eis ein Herz.

21. März 2007

Im Märzen der Bauer...



Foto: 21.03.07, 12:00 Uhr MEZ

Am 21. März um 01:07 Uhr MEZ überschreitet auf dem Weg nach Norden die Sonne den Äquator. Tag und Nacht sind gleich lang (je 12 Stunden) - diese Tagundnachtgleiche ist der Frühlingsanfang auf der Nordhalbkugel der Erde. Vor diesem astronomischen Frühlingsanfang liegt allerdings der sogenannte meteorologische Frühlingsanfang, den die Weltorganisation für Meteorologie der Vereinten Nationen wie auch den Beginn aller anderen Jahreszeiten aus Vereinfachungsgründen auf den Monatsbeginn, also auf den 1. März vorverlegt.

Ausgerechnet zum Frühlingsanfang meldet sich in diesem Jahr der Winter zurück, wenn auch nur kurzzeitig. Bisher war das Wetter seit Anfang Februar frühlingshaft warm und trocken, im Garten leuchteten bereits die Frühlingsblüher und der erste Schwung mit Schneeglöckchen und Krokus ist bereits verblüht. Da senkt sich plötzlich Schnee auf die bunte Pracht und die quellenden Knospen.
Dies scheint aber nicht neu zu sein: In seinem humorvollen Buch "Das Jahr des Gärtners" schreibt Karel Capek:

"Der Gärtner kann nichts anderes tun, als jeden Abend auf den Wetterbericht... zu lauern, die Hochdruckgebiete über Skandinavien und die Störungen über Island zu verwünschen. Denn wir Gärtner wissen, woher der Wind weht....
Aber trotz dieser schlechten Erfahrungen mit dem Wetter heißt der Gärtner Jahr für Jahr den Frühling willkommen und weiht ihn ein, und das gibt wiederum Zeugnis von dem unverwüstlichen, unwandelbaren Optimismus des menschlichen Geschlechts."