Dies ist mein letzter Post auf diesem Blog. Ab sofort werde ich den Blog "Post aus Weimar" auf wordpress.com weiterführen. Bitte auf den Titel klicken!
Herzliche Grüße, bis bald!
19. Mai 2010
22. April 2010
Konzert der Weimar-Big-Band im Kasseturm am 18. April 2010
Heute gibt es ein Novum im Blog "Post aus Weimar": Da ich aus gesundheitlichen Gründen das Konzert der Weimar-Big-Band am 18. April nicht besuchen konnte, habe ich Widolf Kreyer um einen Gastbeitrag gebeten, und hier ist er (Text und Fotos Widolf Kreyer):
Matthias Bätzel an der Hammond-Orgel
Die fast regelmäßig monatlich an einem Sonntagabend ab 20:30 Uhr stattfindenden Konzerte der Weimar-Big-Band im Weimarer Kasseturm kann man inzwischen ohne Übertreibung legendär nennen.
Von den begeisterten und das Publikum begeisternden Musikern um den spiritus rector Matthias "Matze" Eichhorn wird absolute musikantische und swingende Qualität geboten!
Matthias Eichhorn am Baß
Dabei bereitet sich die Band quasi unmittelbar vor dem Konzert - am jeweiligen Sonntagnachmittag - auf das abendliche Konzert vor, wobei einige Mitglieder unter anderem aus Leipzig, Dresden, Eisenach und Halle anreisen. Die Besetzung ist von gelegentlichen Umbesetzungen und Aushilfen abgesehen weitgehend stabil.
Für mich war jedes Konzert ein echtes Erlebnis und musikalischer Höhepunkt! Was allerdings zum letzten Konzert am 18. April geboten wurde, hat alles bisher gehörte übertroffen; das ganze hatte eine neue, bislang unbekannte Seite: offener, moderner. Matthias Bätzel, der sonst regelmäßig das Piano in dieser Band spielt, trat mit Hammond-Orgel und phantastischen Chorussen an, wow!
Darüber hinaus zeichneten sich als Solisten besonders Antonio Lucaciu (as), Michael Arnold und Nils Alf (ts), Oliver Witzel (tb), Christoph Bernewitz (git) und Matthias Eichhorn (b) aus.
Auf keinen Fall darf der "drummer" Jan Roth unerwähnt bleiben, der immer einen traumhaften "groove"liefert und damit die Band hervorragend antreibt.
Widolf Kreyer, Weimar
Matthias Bätzel an der Hammond-OrgelDie fast regelmäßig monatlich an einem Sonntagabend ab 20:30 Uhr stattfindenden Konzerte der Weimar-Big-Band im Weimarer Kasseturm kann man inzwischen ohne Übertreibung legendär nennen.
Von den begeisterten und das Publikum begeisternden Musikern um den spiritus rector Matthias "Matze" Eichhorn wird absolute musikantische und swingende Qualität geboten!
Matthias Eichhorn am BaßDabei bereitet sich die Band quasi unmittelbar vor dem Konzert - am jeweiligen Sonntagnachmittag - auf das abendliche Konzert vor, wobei einige Mitglieder unter anderem aus Leipzig, Dresden, Eisenach und Halle anreisen. Die Besetzung ist von gelegentlichen Umbesetzungen und Aushilfen abgesehen weitgehend stabil.
Für mich war jedes Konzert ein echtes Erlebnis und musikalischer Höhepunkt! Was allerdings zum letzten Konzert am 18. April geboten wurde, hat alles bisher gehörte übertroffen; das ganze hatte eine neue, bislang unbekannte Seite: offener, moderner. Matthias Bätzel, der sonst regelmäßig das Piano in dieser Band spielt, trat mit Hammond-Orgel und phantastischen Chorussen an, wow!
Darüber hinaus zeichneten sich als Solisten besonders Antonio Lucaciu (as), Michael Arnold und Nils Alf (ts), Oliver Witzel (tb), Christoph Bernewitz (git) und Matthias Eichhorn (b) aus.
Auf keinen Fall darf der "drummer" Jan Roth unerwähnt bleiben, der immer einen traumhaften "groove"liefert und damit die Band hervorragend antreibt.Widolf Kreyer, Weimar
12. April 2010
Reiner Schöne im Ilmschlößchen Oberweimar
Inzwischen scheint sich der Saal des Ilmschlößchens in Oberweimar mehr und mehr zu einem Treffpunkt ehemaliger Weimarer zu entwickeln: nachdem Bernhard Auge mit seinen Konzerten die Aufmerksamkeit der Jazz- und Swing-Enthusiasten auf diese ehemalige Turnhalle der früheren Ilmschule richtete, hat er nun auch Reiner Schöne animiert, hier am 23. April sein Programm "Songs und Stories" darzubieten. Reiner Schöne trat bereits vor zwei Jahren im Kasseturm auf, was anschließend zu einer unverhofften Begegnung mit einem anderen Urgestein des Turmes, Uli Gumpert führte (siehe meinen Blog vom 19. Dezember 2007). In dem bereits von den Bauhäuslern als Veranstaltungsort entdeckten Saal des Ilmschlößchens wünschen wir uns noch viele interessante Abende.
Titel des 2004 im Pendragon-Verlag Bielefeld erschienenen Bandes mit Erinnerungen und Stories
Titel des 2004 im Pendragon-Verlag Bielefeld erschienenen Bandes mit Erinnerungen und Stories16. März 2010
175. Geburtstag Adolf von Donndorf
Heute vor vier Wochen , am 16. Februar 2010, jährte sich zum 175. Mal der Geburtstag des Weimarer Bildhauers Adolf von Donndorf. Am 16. Februar 1835 kam er in der Rittergasse 5 in der Altstadt Weimars als Sohn eines Tischlermeisters zur Welt. Seine Jugend verbrachte er im gegenüber dem ehemaligen Franziskanerkloster an der Rückseite des Wittumspalais gelegenen Wohnhaus Am Palais
Nr. 2.
Foto: Peter Rost
Zwei seiner wichtigsten Werke prägen noch heute das Antlitz der Stadt: das Reiterstandbild des Großherzogs Carl August auf dem Platz der Demokratie und der Brunnen auf dem kleinen Platz Ecke Rittergasse/Geleitstraße. Sie gehören inzwischen zu den Wahrzeichen der Klassikerstadt. Während die Darstellung Carl August`s als römischer Imperator der damals üblichen Repräsentationskunst entspricht, zeigt der Brunnen an der Geleitstraße Donndorfs Freiheit der Gestaltung und Motivwahl, da er die Brunnenfigur als Geschenk der Stadt Weimar widmete. Zu diesem schönsten Weimarer Brunnen hier einige Worte zur Geschichte dieses Brunnens, dessen Figur es insgesamt viermal gibt:Im November 1876, nach seiner Übersiedlung nach Stuttgart, erhielt Donndorf den Auftrag, eine Brunnenfigur für New York zu schaffen. Auftraggeber war der Philantrop William D. James; errichtet wurde der Brunnen am Union Square und am 25. Oktober 1881 als "The James Fountain" enthüllt.
Foto: Archiv Rost
1892 schenkte der ebenfalls 1848 nach Amerika emigrierte Oswald Ottendorf (bis 1887 Herausgeber der deutschsprachigen "New Yorker Staatszeitung") seiner Heimatstadt Zwittau (heute Svitavy in der Tschech. Republik) einen Abguss der Brunnenfigurengruppe als Andenken an seine Mutter Katharina. Er wird daher "Mutterliebe" genannt. Der ursprünglich vor einer ebenfalls gestifteten Volksbücherei befindliche Brunnen wurde im Rahmen von Straßenbaumaßnahmen in einen Park verlegt.
Foto: Archiv Rost
Die zwei als Wasserspeier seitlich angebrachten Löwenköpfe wurden leider gestohlen, sollen aber mit Unterstützung der Stadt Stuttgart durch Nachguss der vom Weimarer Donndorfbrunnen abgenommenen Silikonmasken wiederhergestellt werden.
Als Donndorf 1894 erfuhr, dass in seiner Heimatstadt Weimar der sog. "Adelebrunnen" an der unteren Geleitstraße neu gestaltet werden sollte, stiftete er einen Abguss der New Yorker Brunnengruppe für diesen Brunnen zum Zeichen seiner Dankbarkeit gegenüber seiner Vaterstadt Weimar. An der Vorderseite des von Stadtbaumeister Schmidt entworfenen Brunnens trägt eine Bronzeplatte die Inschrift:
"Meiner Vaterstadt in Liebe und Dankbarkeit gewidmet."
Foto: Peter Rost
Die Bronzeplastik wurde 1995 konserviert; das den Brunnen umgebende Pflaster 1997 erneuert. Aber damit ist die Geschichte der Figurengruppe noch nicht beendet!
Nach New York, Svitavy und Weimar erhielt Stuttgart 1898 den vierten und letzten Abguss dieser Figurengruppe. Der Brunnen wurde vom Stuttgarter Stadtbaurat Emil Mayer entworfen und in blauem bayerischen Granit errichtet. Iniatoren des Brunnens waren der Stuttgarter Verleger Wilhelm Spemann unjd der Verein zur Förderung der Kunst. Namenspatronin des Brunnens ist Prinzessin Pauline, die Tochter des letzten Württemberger Königs, Wilhelm II. Die Bronzeplastik wurde allerdings im 1. Weltkrieg im Herbst 1917 eingeschmolzen. 1920 wurde an ihrer Stelle eine Granitschale angebracht, die jedoch nicht zu den Gesamtproportionen der Anlage passte. So gab es immer wieder Iniativen zur Vervollständigung der Brunnenanlage, die jedoch immer an Geldmangel scheiterten.2007 entschied die Stiftung "Stuttgarter Brünnele", den Paulinenbrunnen wieder mit der Figurengruppe Donndorfs zu bekrönen. In dieser Zeit erklärte sich die Stadt Weimar zur kooperativen Hilfeleistung bereit - der Donndorfbrunnen in Weimar sollte restauriert werden - und in diesem Zusammenhang wurde ein Silikonabdruck der Figur in Originalgröße sowie der beiden Löwenkopfspeier hergestellt. In der Fa. Strassaker in Süßen wurden die Figur gegossen und die letzten Feinarbeiten ausgeführt. Bereits im November 2007 erstrahlte der Weimarer Donndorf-Brunnen in neuem Glanz, am 4. Mai 2008 wurde die Mutterliebefigur auf dem Paulinenbrunnen in Stuttgart eingeweiht.

Foto: Archiv Rost
Der Standort des Weimarer Brunnens weist leider einen Makel auf - die gesamte Westseite des kleinen intimen Platzes mit ehemaligem Zeughaus und Landgericht wurde während der Bombardierung Weimars im Februar 1945 völlig zerstört und bisher nicht wieder aufgebaut. Lediglich entlang der Böttchergasse wurde ein Wohnblock errichtet, der das verbleibende Areal einschränkt und als möglichen Standort für das zukünftige Bauhausmuseum Weimars zusätzlich unbrauchbar macht.
Foto: Stadtmuseum Weimar
An dem verbliebenen Platz öffnen noch heute altstadtgerechte kleine Geschäfte ihre Türen:
die ehemalige Hofbuchhandlung Katarina Beckers, heute Buchhandlung "Thelemann", Buchbinder Rainer Schipke (vormals Uwe Feder), Schirmgeschäft Annelies Pennewitz mit dem kleinen Schirmmuseum im Obergeschoss und neuerdings ein Hostel. Bei Katarina Becker konnte man zu meiner Studienzeit manchmal einen Blick auf eine Klee-Radierung werfen; ein Kommilitone von mir erwarb damals drei Bauhauskarten zur Ausstellung 1920 bei ihr für je ca. 60,- M. Auch Buchbinder Feder war eine Weimarer Institution: er sammelt noch heute Karl-Mai-Ausgaben. Alle Mosaiksammler ließen hier ihre Jahrgänge binden - in rot. Er hatte ein eigenes System zum Auseinanderhalten der einzelnen Auftraggeber. So ist dieser Platz noch heute ein Stück Weimarer Geschichte.
Foto: Peter Rost
Übrigens hat Weimar durch das Unverständnis seines Landesfürsten nicht nur den Verlust der Rodin-Sammlung zu beklagen; die neuen Herren nach 1945 waren nicht besser: Donndorf hatte die Gipse fast aller seiner Werke in einem eigens dafür geschaffenen Museumsgebäude auf dem Gelände des heutigen Museums für Ur- Und Frühgeschichte aufgestellt; das Donndorf-Museum wurde am 30. Juli 1907 eingeweiht und nach 1945 zerstört.
Nr. 2.
Foto: Peter RostZwei seiner wichtigsten Werke prägen noch heute das Antlitz der Stadt: das Reiterstandbild des Großherzogs Carl August auf dem Platz der Demokratie und der Brunnen auf dem kleinen Platz Ecke Rittergasse/Geleitstraße. Sie gehören inzwischen zu den Wahrzeichen der Klassikerstadt. Während die Darstellung Carl August`s als römischer Imperator der damals üblichen Repräsentationskunst entspricht, zeigt der Brunnen an der Geleitstraße Donndorfs Freiheit der Gestaltung und Motivwahl, da er die Brunnenfigur als Geschenk der Stadt Weimar widmete. Zu diesem schönsten Weimarer Brunnen hier einige Worte zur Geschichte dieses Brunnens, dessen Figur es insgesamt viermal gibt:Im November 1876, nach seiner Übersiedlung nach Stuttgart, erhielt Donndorf den Auftrag, eine Brunnenfigur für New York zu schaffen. Auftraggeber war der Philantrop William D. James; errichtet wurde der Brunnen am Union Square und am 25. Oktober 1881 als "The James Fountain" enthüllt.
Foto: Archiv Rost1892 schenkte der ebenfalls 1848 nach Amerika emigrierte Oswald Ottendorf (bis 1887 Herausgeber der deutschsprachigen "New Yorker Staatszeitung") seiner Heimatstadt Zwittau (heute Svitavy in der Tschech. Republik) einen Abguss der Brunnenfigurengruppe als Andenken an seine Mutter Katharina. Er wird daher "Mutterliebe" genannt. Der ursprünglich vor einer ebenfalls gestifteten Volksbücherei befindliche Brunnen wurde im Rahmen von Straßenbaumaßnahmen in einen Park verlegt.
Foto: Archiv RostDie zwei als Wasserspeier seitlich angebrachten Löwenköpfe wurden leider gestohlen, sollen aber mit Unterstützung der Stadt Stuttgart durch Nachguss der vom Weimarer Donndorfbrunnen abgenommenen Silikonmasken wiederhergestellt werden.
Als Donndorf 1894 erfuhr, dass in seiner Heimatstadt Weimar der sog. "Adelebrunnen" an der unteren Geleitstraße neu gestaltet werden sollte, stiftete er einen Abguss der New Yorker Brunnengruppe für diesen Brunnen zum Zeichen seiner Dankbarkeit gegenüber seiner Vaterstadt Weimar. An der Vorderseite des von Stadtbaumeister Schmidt entworfenen Brunnens trägt eine Bronzeplatte die Inschrift:
"Meiner Vaterstadt in Liebe und Dankbarkeit gewidmet."
Foto: Peter RostDie Bronzeplastik wurde 1995 konserviert; das den Brunnen umgebende Pflaster 1997 erneuert. Aber damit ist die Geschichte der Figurengruppe noch nicht beendet!
Nach New York, Svitavy und Weimar erhielt Stuttgart 1898 den vierten und letzten Abguss dieser Figurengruppe. Der Brunnen wurde vom Stuttgarter Stadtbaurat Emil Mayer entworfen und in blauem bayerischen Granit errichtet. Iniatoren des Brunnens waren der Stuttgarter Verleger Wilhelm Spemann unjd der Verein zur Förderung der Kunst. Namenspatronin des Brunnens ist Prinzessin Pauline, die Tochter des letzten Württemberger Königs, Wilhelm II. Die Bronzeplastik wurde allerdings im 1. Weltkrieg im Herbst 1917 eingeschmolzen. 1920 wurde an ihrer Stelle eine Granitschale angebracht, die jedoch nicht zu den Gesamtproportionen der Anlage passte. So gab es immer wieder Iniativen zur Vervollständigung der Brunnenanlage, die jedoch immer an Geldmangel scheiterten.2007 entschied die Stiftung "Stuttgarter Brünnele", den Paulinenbrunnen wieder mit der Figurengruppe Donndorfs zu bekrönen. In dieser Zeit erklärte sich die Stadt Weimar zur kooperativen Hilfeleistung bereit - der Donndorfbrunnen in Weimar sollte restauriert werden - und in diesem Zusammenhang wurde ein Silikonabdruck der Figur in Originalgröße sowie der beiden Löwenkopfspeier hergestellt. In der Fa. Strassaker in Süßen wurden die Figur gegossen und die letzten Feinarbeiten ausgeführt. Bereits im November 2007 erstrahlte der Weimarer Donndorf-Brunnen in neuem Glanz, am 4. Mai 2008 wurde die Mutterliebefigur auf dem Paulinenbrunnen in Stuttgart eingeweiht.

Foto: Archiv Rost
Der Standort des Weimarer Brunnens weist leider einen Makel auf - die gesamte Westseite des kleinen intimen Platzes mit ehemaligem Zeughaus und Landgericht wurde während der Bombardierung Weimars im Februar 1945 völlig zerstört und bisher nicht wieder aufgebaut. Lediglich entlang der Böttchergasse wurde ein Wohnblock errichtet, der das verbleibende Areal einschränkt und als möglichen Standort für das zukünftige Bauhausmuseum Weimars zusätzlich unbrauchbar macht.
Foto: Stadtmuseum WeimarAn dem verbliebenen Platz öffnen noch heute altstadtgerechte kleine Geschäfte ihre Türen:
die ehemalige Hofbuchhandlung Katarina Beckers, heute Buchhandlung "Thelemann", Buchbinder Rainer Schipke (vormals Uwe Feder), Schirmgeschäft Annelies Pennewitz mit dem kleinen Schirmmuseum im Obergeschoss und neuerdings ein Hostel. Bei Katarina Becker konnte man zu meiner Studienzeit manchmal einen Blick auf eine Klee-Radierung werfen; ein Kommilitone von mir erwarb damals drei Bauhauskarten zur Ausstellung 1920 bei ihr für je ca. 60,- M. Auch Buchbinder Feder war eine Weimarer Institution: er sammelt noch heute Karl-Mai-Ausgaben. Alle Mosaiksammler ließen hier ihre Jahrgänge binden - in rot. Er hatte ein eigenes System zum Auseinanderhalten der einzelnen Auftraggeber. So ist dieser Platz noch heute ein Stück Weimarer Geschichte.
Foto: Peter RostÜbrigens hat Weimar durch das Unverständnis seines Landesfürsten nicht nur den Verlust der Rodin-Sammlung zu beklagen; die neuen Herren nach 1945 waren nicht besser: Donndorf hatte die Gipse fast aller seiner Werke in einem eigens dafür geschaffenen Museumsgebäude auf dem Gelände des heutigen Museums für Ur- Und Frühgeschichte aufgestellt; das Donndorf-Museum wurde am 30. Juli 1907 eingeweiht und nach 1945 zerstört.
5. März 2010
Kunsthalle Erfurt - "Farbwelten"
Das "Haus zum Roten Ochsen" in Erfurt Foto: Peter RostDas Kaiser-Wilhelm-Museum in Krefeld muss z. Zt. wegen Renovierungsarbeiten seine Sammlungen auslagern. Das bot die einzigartige Gelegenheit, internationale Spitzenwerte der klassischen Moderne in der Erfurter Kunsthalle im "Haus zum Roten Ochsen" zu zeigen. Diese Wanderausstellung war zuvor in Bremen in den Kunstsammlungen Böttcherstraße zu sehen und zeigt 57 ausgewählte Gemälde vom Impressionismus bis zur abstrakten Kunst sowie Plastiken von Lehmbruck, Barlach, Rodin und Picasso. Beginnend mit Hodlers Baumfäller fällt der Blick des Besuchers sofort auf ein Hauptwerk der Ausstellung, auf Claude Monets Sonnenuntergang mit dem britischen Parlamentsgebäude von 1904. Jeweils ein Exemplar zeigt die Emanzipation der Farbe in der Malerei bis hin zu Mondrians Farbflächen und der monochromen Malerei von Yves Klein und Antoni Tàpies. Hier fand ich ein Ausstellungsplakat von Ernst Ludwig Kirchner zu einer Ausstellung der Galerie Arnold 1910 wieder, das mich schon seit meiner Studentenzeit als Kunstpostkarte begleitete.
Kunstpostkarte VEB Verlag der Kunst Dresden Motiv Nr. 9576Die kleine, aber feine Ausstellung ist der Höhepunkt des Ausstellungsprogramms 2010 der Kunsthalle Erfurt und noch bis 2. Mai 2010 geöffnet. Freien Eintritt gibt es jeweils eine Stunde vor Schließung des Hauses. Anschließend wird die Ausstellung noch in Würzburg, Cottbus, Freiburg (Br.) und Rotterdam gezeigt. Allerdings werden wohl möglicherweise nicht alle Bilder wegen ihres labilen Erhaltungszustandes auf Reisen gehen.
Die Gestaltung des Faltblattes zur Ausstellung übernahm Hajo Schüler, ein Erfurter Grafiker, mit dem ich Anfang der 60er Jahre in der Weimarer "bs-combo" gemeinsam spielte; seitdem haben wir uns trotz räumlicher Nähe nicht wiedergesehen, was ich aber demnächst nachholen will.
21. Januar 2010
34 Jahre Linienbetrieb der "Concorde"
Heute vor 34 Jahren, am 21. Januar 1976 wurde der kommerzielle Linienbetrieb des gemeinsam von Großbritannien und Frankreich entwickelten Überschall-Verkehrsflugzeuges "Concorde" aufgenommen. Der Erstflug der französischen "Concorde" erfolgt schon am 2. März 1969 von Tolouse aus. Die rein französische Besatzung bestand aus dem Chefpiloten André Turcat, dem Co-Piloten Jaques Guignard, dem Flugbeobachter Henri Jean-Louis Perrier und dem Flugingenieur Michel Retif. Wenige Wochen später, am 9. April 1969 startete schließlich auch die britische "Concorde" zu ihrem ersten Flug.
Mit dem Absturz der "Concorde" der Air France am 25. Juli 2000 war das Ende des Überschallflugverkehrs gekommen. Alle Passagiere und die Besatzung sowie Personal eines vom abstürzenden Flugzeug getroffenen Hotels kamen ums Leben.
15. Januar 2010
Inge Jens in der Stadtbücherei Weimar
Die im November 1998 als Kulturstadtobjekt nach grundlegendem Umbau und Sanierung wiedereröffnete Stadtbücherei Weimar verfügt mit dem historischen Gewölbekeller über einen eigenen und bestens geeigneten Vortragsraum, der für kleine Formen von Musik und Literatur, aber auch für Ausstellungen geradezu prädestiniert ist. Z. Zt. werden Gemälde und Zeichnungen des Weimarer Malers Otto Paetz gezeigt und gestern (14. Januar 2010) las Inge Jens aus ihrem Buch "Unvollständige Erinnerungen". Der kleine Kellerraum war übervoll - überwiegend und naturgemäß Frauen (und zwar wenige junge!). Die Buchhandlung Thelemann war mit Büchern der promovierten Germanistin vertreten; damit bestand die Gelegenheit zur Signierung.Ich habe Inge Jens´Erinnerungen (keine Autobiographie, wie sie nicht müde wird, zu betonen) im Dezember 2009 gelesen und und mich daraufhin erstmalig ausgiebiger mit der Geschichte der Familie Mann beschäftigt - vor allem mit der gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Schriftsteller und Gelehrten Walter Jens geschriebenen Biographie von Katja Mann ("Frau Thomas Mann"). Dabei folgte selbstverständlich Interesse für die Pringsheims und die Kinder Thomas Manns, insbesondere Golo, Klaus und Erika Mann. Folgerichtig passte die gestrige Lesung als Abschluss dieses Lektüreprogramms mit dem persönlichen Kennenlernen der inzwischen 83jährigen Frau. Aus Zeitgründen wählte sie nur drei Episoden aus ihrem bei Rowohlt verlegten Buch aus - Kindheit im Bombenkrieg in Hamburg, Kontakte und Reisen in die ehemalige DDR und Zeilen des Schmerzes und der Trauer über die Demenz ihres Mannes Walter Jens. Das berührte uns besonders, leidet doch mein Schwiegervater inzwischen an der gleichen Krankheit; so können wir die Worte der Schriftstellerin nachvollziehen.
Übrigens erhielt Inge Jens von den Nachkommen die Zustimmung zur Bearbeitung des Nachlasses von Mitgliedern der "Weißen Rose"; die Briefausgabe habe ich antiquarisch aufgetrieben und unserer Tochter Chr. zu Weihnachten geschenkt.
Literatur:
Inge Jens Unvollständige Erinnerungen
Rowohlt Reinbeck bei Hamburg 2009
Inge Jens Hans Scholl Sophie Scholl Briefe und Aufzeichnungen
S. Fischer Frankfurt 1984
Inge und Walter Jens Frau Thomas Mann - Das Leben der Katharina Pringsheim
Rowohlt Taschnbuch rororo 23664
Im Radio:
"Unvollständige Erinnerungen" von Inge Jens
MDR FIGARO Lese-Café Leipzig Haus des Buches, Sendung am 17. Januar 2010, 15.00 Uhr.
Übrigens: auch die Bilder von Otto Paetz sind sehenswert!1. Januar 2010
Zum Neuen Jahr
Zum Neuen Jahr 2010 wünsche ich allen Bloglesern Glück, Gesundheit und Zuversicht für die kommenden möglicherweise schweren Zeiten. Mein Motto für das kommende Jahr stammt von Kurt Schwitters:
"Denn Kunst ist nichts anderes als Gestaltung mit beliebigem Material".
Für das erste Vierteljahr haben wir (meine Frau und ich) uns als Höhepunkt einen Besuch der Botticelli-Ausstellung im Frankfurter Städel vorgenommen; ich hoffe, es klappt wie gewünscht. Dazu eine alte Kunstpostkarte aus meiner Sammlung: "La Primavera" (Firenze) der Fa. Stengel & Co. aus Dresden Nr. 29848.
Ausstellung "Botticelli"
13.11.2009 - 28.02.2010 im Städel Museum Frankfurt am Main
"Denn Kunst ist nichts anderes als Gestaltung mit beliebigem Material".
Für das erste Vierteljahr haben wir (meine Frau und ich) uns als Höhepunkt einen Besuch der Botticelli-Ausstellung im Frankfurter Städel vorgenommen; ich hoffe, es klappt wie gewünscht. Dazu eine alte Kunstpostkarte aus meiner Sammlung: "La Primavera" (Firenze) der Fa. Stengel & Co. aus Dresden Nr. 29848.
Ausstellung "Botticelli"13.11.2009 - 28.02.2010 im Städel Museum Frankfurt am Main
20. Dezember 2009
Weltklimakonferenz und Albert Schweitzer
Gegenwärtig wird ein wohl mittelmäßiger Film über Albert Schweitzer und sein Urwaldhospital in Lambaréné in den Kinos gestartet; allein drei Biografien über ihn erscheinen. Was hat er mit der so grandios gescheiterten Klimakonferenz in Kopenhagen zu tun?
Man sollte sich an seine Thesen erinnern: Ein kleines Büchlein des Union Verlag Berlin 1974 (7. Auflage) liegt vor mir: Albert Schweitzer, "Die Lehre der Ehrfurcht vor dem Leben". Dieses Buch entstand auf Grund eines Vorschlages von Gerald Götting bei seinem Besuch im August 1961 in Lambaréné.
Ein Vortrag in der französischen Akademie der Wissenschaften am 20. Oktober 1952 beginnt so:
"Das, was wir nach einem dem Griechischen entlehnten Wort Ethik und nach einem dem Lateinischen entnommenen Moral nennen, besteht ganz allgemein in dem rechten menschlichen Verhalten. Nicht nur unser eigenes, sondern auch der anderen Wohl, wie auch das der menschlichen Gesellschaft, hat uns zu beschäftigen."
Aus dem Klappentext:
"Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will." Mit dieser These dringt Schweitzer zu der Idee vor, in der sich Welt- und Lebensbejahung und Ethik miteinander vereinen. Der Begriff "Ehrfurcht vor dem Leben", im Denken begründet, wird zum Grundpfeiler, auf dem alle Kultur ruhen soll. Nur die Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben ist vollständig, denn sie hat es nicht nur mit dem Verhalten des Menschen zu seinem Mitmenschen zu tun, sondern weitet den Kreis der Solidarität auf alle Geschöpfe aus. In dieser von der Liebe gebotenen Gesinnung liegt eine ungeheure Verantwortung des Menschen für die Welt."
Von dieser Verantwortung war wohl nichts zu spüren in Kopenhagen; was sollte man aber auch von Politikern erwarten, die von Interessen geleitet werden? Hätten sie mal alle dieses kleine Büchlein in der Tasche gehabt und ab und zu ihre Handlungs- und Entscheidungs- anleitung daraus bezogen, es wäre wohl anders gekommen.
Man sollte sich an seine Thesen erinnern: Ein kleines Büchlein des Union Verlag Berlin 1974 (7. Auflage) liegt vor mir: Albert Schweitzer, "Die Lehre der Ehrfurcht vor dem Leben". Dieses Buch entstand auf Grund eines Vorschlages von Gerald Götting bei seinem Besuch im August 1961 in Lambaréné.

Ein Vortrag in der französischen Akademie der Wissenschaften am 20. Oktober 1952 beginnt so:
"Das, was wir nach einem dem Griechischen entlehnten Wort Ethik und nach einem dem Lateinischen entnommenen Moral nennen, besteht ganz allgemein in dem rechten menschlichen Verhalten. Nicht nur unser eigenes, sondern auch der anderen Wohl, wie auch das der menschlichen Gesellschaft, hat uns zu beschäftigen."
Aus dem Klappentext:
"Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will." Mit dieser These dringt Schweitzer zu der Idee vor, in der sich Welt- und Lebensbejahung und Ethik miteinander vereinen. Der Begriff "Ehrfurcht vor dem Leben", im Denken begründet, wird zum Grundpfeiler, auf dem alle Kultur ruhen soll. Nur die Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben ist vollständig, denn sie hat es nicht nur mit dem Verhalten des Menschen zu seinem Mitmenschen zu tun, sondern weitet den Kreis der Solidarität auf alle Geschöpfe aus. In dieser von der Liebe gebotenen Gesinnung liegt eine ungeheure Verantwortung des Menschen für die Welt."
Von dieser Verantwortung war wohl nichts zu spüren in Kopenhagen; was sollte man aber auch von Politikern erwarten, die von Interessen geleitet werden? Hätten sie mal alle dieses kleine Büchlein in der Tasche gehabt und ab und zu ihre Handlungs- und Entscheidungs- anleitung daraus bezogen, es wäre wohl anders gekommen.
13. Dezember 2009
75 Jahre "Vater und Sohn"
Vor 75 Jahren, am 13. Dezember 1934, erschien in der "Berliner Illustrierten" die erste Geschichte der Serie "Vater und Sohn", die bis 1937 drei Jahre lang wöchentlich Kindern und Eltern Freude bereitete. Unter dem Pseudonym "e.o.p." (e.o.plauen) verbarg sich der Zeichner und Illustrator Kurt Erich Ohser, der lange Zeit mit Erich Kästner befreundet war und mit ihm gemeinsam arbeitete.
Nachdem Kästners Werke von den Nazis am 10. Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz verbrannt wurden, wurde Ohsers Gesuch um Aufnahme in den "Reichsverband der Deutschen Presse" 1934 zuerst abgelehnt, später die Ablehnung aber zurückgenommen und so konnte ab 1934 durch Unterstützung des Ullstein-Verlages die Serie in der "Berliner Illustrierten" erscheinen. 1937 kam aber das Ende für die Veröffentlichung.
Erich Ohser machte aus seiner Abneigung gegen das NS-Regime kein Hehl, und so wurde er 1944 durch Denunziation bei der Gestapo verhaftet. Unter nicht ganz geklärten Umständen nahm er sich in der Nacht vom 5. zum 6. April 1944 in der Untersuchungshaftanstalt Alt-Moabit das Leben und kam damit einem Prozess vor Freislers berüchtigtem Volksgerichtshof zuvor.
Neben seiner weltbekannten Bildgeschichten von "Vater und Sohn" hinterließ er ein weitgespanntes Spektrum künstlerischer Arbeiten (Karikaturen, freie Arbeiten, Landschafts-, Akt- und Tierstudien und Porträts seiner Zeitgenossen). 2003 wurde anlässlich des 100. Geburtstages (am 18. März 1903) eine Bildgeschichte für einen Briefmarken-Kleinbogen der Post ausgewählt. Sein Grab befindet sich auf dem Hauptfriedhof in Plauen, in unmittelbarer Nachbarschaft seines Sohnes.
Die "Stiftung e.o.plauen" ist zu erreichen über
www.e.o.plauen.de/site/eostiftung.htm .
7. Dezember 2009
40. Todestag Claude Dornier
Foto: Dornier Stiftung für Luft- und RaumfahrtAm 5. Dezember jährte sich zum 40. Mal der Todestag des Flugzeugkonstrukteurs Claude Dornier. Im Post vom 20. Oktober 2009 habe ich über den Do X - Rekordflug berichtet; heute nur kurz zum Konstrukteur dieses Flugzeuges.
Claude Dornier wurde am 14. Mai 1884 in Kempten geboren, er starb am 5. Dezember 1969 in Zug in der Schweiz. Dornier war Mitarbeiter des Ferdinand Graf von Zeppelin in dessen Konzern, später sogar Teilhaber und Geschäftsführer des Zweigwerkes für Flugzeugbau, aus dem sich die Dornier-Werke entwickelten. Berühmt wurden seine Flugboote: der Wal, der Superwahl, die Do 18 und das damals größte Flugzeug, die legendäre Do X. Während des Krieges wurden vorwiegend Militärflugzeuge für die Luftwaffe produziert. Nach dem 2. Weltkrieg schuf Dornier die Do 25, einen Senkrechtstarter (STOL-Flugzeug), das aber über die Erprobung nicht hinaus kam.
Die Dornier-Wal-Flugboote wurden auch im Südatlantikverkehr eingesetzt: die Karte erschien anlässlich der 200. Südatlantiküberquerung:
Standardwerk über Collagen
Erst neulich habe ich antiquarisch endlich das Standardwerk über Collagen erstanden:

Herta Wescher
Die Geschichte der Collage
Vom Kubismus bis zur Gegenwart
Verlag M. DuMont Schauberg 1974
(Gekürzte und aktualisierte Sonderausgabe der 1968 erschienenen Originalausgabe
Bearbeitung: Karin Thomas)
DuMont Dokumente
ISBN 3-7701-0783-7
393 Seiten, zahlr. Abb. im Text und 203 Abb. auf Tafeln
Mit umfangreicher Einführung, Beiträgen zur Collage des Kubismus, Futuristen, des Dadaismus, der Surrealisten, der Konstruktivisten und einer Darstellung der Entwicklung in den letzten Jahrzehnten.

Herta Wescher
Die Geschichte der Collage
Vom Kubismus bis zur Gegenwart
Verlag M. DuMont Schauberg 1974
(Gekürzte und aktualisierte Sonderausgabe der 1968 erschienenen Originalausgabe
Bearbeitung: Karin Thomas)
DuMont Dokumente
ISBN 3-7701-0783-7
393 Seiten, zahlr. Abb. im Text und 203 Abb. auf Tafeln
Mit umfangreicher Einführung, Beiträgen zur Collage des Kubismus, Futuristen, des Dadaismus, der Surrealisten, der Konstruktivisten und einer Darstellung der Entwicklung in den letzten Jahrzehnten.
6. Dezember 2009
Alternativer Nobelpreis an David Suzuki
David Suzuki, 73, Genetiker, Buchautor, TV-Moderator und Kanadas berühmtester Umweltaktivist, erhielt an diesem Freitag in Stockholm den Alternativen Nobelpreis. In einem von D.Esslinger übersetzten kurzen, aber sehr lesenswerten Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 04. Dezember 2009 hat er seine Thesen zusammengefasst:
David Suzuki:
Die Grenzen des Menschen
Er zieht Zäune um sein Eigentum und glaubt, die Gesetze der Ökonomie seien mindestens so wichtig wie die der Ökologie
(zum Artikel auf die Überschrift klicken)
David Suzuki:
Die Grenzen des Menschen
Er zieht Zäune um sein Eigentum und glaubt, die Gesetze der Ökonomie seien mindestens so wichtig wie die der Ökologie
(zum Artikel auf die Überschrift klicken)
5. Dezember 2009
Collagen aus den 80ern
"Kreativwirtschaft"
In den Post´s zur Stadtentwicklung (Hamburg, Berlin) habe ich auf ein neues Potential für Immobilienstandorte aufmerksam gemacht: die Umwandlung ehemaliger Problemquartiere in lebenswerte Stadtviertel durch die Ansiedlung von Künstlern und anderen kreativen Bewohnern ("Dekokirschen"). Das soll nun auch im Ruhrgebiet im Zusammenhang mit Iniativen zur Kulturhauptstadt Ruhr 2010 die Grundlage für eine Wertsteigerung der Immobilien nach dem Kulturhauptstadtjahr schaffen und durch den Zuzug kreativer Unternehmen eine neue Perspektive eröffnen.
Hans-Ludwig Brauser, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung der Metropole Ruhr: "Die Kreativwirtschaft ist eine Wachstumsbranche, das wird von vielen Menschen noch immer unterschätzt."
Nur sollten sich alle im klaren sein, vor allem die kreativen Partner, dass es sich immer um eine temporäre Nutzung handelt bis zur rentablen Endnutzung, die dann von der Kreativbranche nicht mehr finanziert werden kann. Den Nutzen hat langfristig der Immobilieneigentümer, der hohe Anfangsinvestitionen für die Vermietung spart und die Verwahrlosung von Leerstandsobjekten verhindert. Zynisch klingt dabei das Wort vom "Endzeitcharme" leerstehender ehemaliger Industrieobjekte, von dem die Kreativen ja so angezogen werden.
Was bleibt, sind die späteren vergreisten Wohngebiete mit zahlungskräftigen Pensionären, während sich die Kreativen längst andere billigere Stadtviertel suchen mussten.
Hans-Ludwig Brauser, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung der Metropole Ruhr: "Die Kreativwirtschaft ist eine Wachstumsbranche, das wird von vielen Menschen noch immer unterschätzt."
Nur sollten sich alle im klaren sein, vor allem die kreativen Partner, dass es sich immer um eine temporäre Nutzung handelt bis zur rentablen Endnutzung, die dann von der Kreativbranche nicht mehr finanziert werden kann. Den Nutzen hat langfristig der Immobilieneigentümer, der hohe Anfangsinvestitionen für die Vermietung spart und die Verwahrlosung von Leerstandsobjekten verhindert. Zynisch klingt dabei das Wort vom "Endzeitcharme" leerstehender ehemaliger Industrieobjekte, von dem die Kreativen ja so angezogen werden.
Was bleibt, sind die späteren vergreisten Wohngebiete mit zahlungskräftigen Pensionären, während sich die Kreativen längst andere billigere Stadtviertel suchen mussten.
Eine Jugendbücherei voller Abenteuer
Im Jahr 2006 wurde in Weimar der Knabe Verlag wiedergegründet, ein Verlag, der durch seine Reihe "Knabes Jugendbücherei" mit seinen bunt illustrierten Büchern in der DDR jedem Kind bekannt war und 1984 nach dem Tod des Verlegers Wolfgang Knabe aufgelöst und an den Postreiter-Verlag Halle übergeleitet wurde. Das Stadtmuseum Weimar zeigt in einer Sonderausstellung vom 28. November 2009 bis 14. Februar 2010 eine umfassende Werkschau und Materialien zur Geschichte des Verlages, der ohne Zweifel zur Weimarer Stadtgeschichte gehört. Ein Begleitbuch von Jens Kirsten "Wurzelprinzessinnen, Detektive und eine Jugendbücherei voller Abenteuer - Die Geschichte des Gebrüder Knabe Verlages" schildert die Verlagsgeschichte, soweit sie heute noch rekonstruierbar ist (das Verlagsarchiv ist nach dem Übergang des Verlages an den Postreiter-Verlag Halle verschollen) sowie eine umfangreiche Bibliografie aller Kinder- und Jugendbücher nach 1945. Die Ausstellung wurde durch den Thüringer Literaturrat in Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft Thüringen e.V., dem Stadtmuseum Weimar und der Herzogin Anna Amalia Bibliothek erarbeitet. Letztere hat ihren Bestand der Buchreihe inzwischen weitgehend vervollständigt.
Gegründet wurde der Verlag 1932 als Weimarer Druck- und Verlagsanstalt Gebr. Knabe KG im Lutherhof Weimar durch Gerhard Knabe (1902 - 1961) und Wolfgang Knabe (1906 - 1983) mit finanzieller und fachlicher Unterstützung des Vaters Karl Friedrich Knabe (1884 - 1965), der bereits 1912 - 1932 beim Weimarer Panses Verlag in der Scherfgasse tätig war (dieser Verlag gab u.a. die "Allgemeine Thüringische Landeszeitung Deutschland" heraus).
Nach 1945 konzentrierte sich der Gebrüder Knabe Verlag Weimar ausschließlich auf die Veröffentlichung von Kinder- und Jugendbüchern. Nach der anfänglichen Herausgabe von Kinderbilderbüchern (u.a. ein Buch mit Zeichnungen des Professors an der Staatlichen Hochschule für Baukunst Horst Michel "Das bunte Spielzeugdorf" 1947) schufen die Verleger mit "Knabes Jugendbücherei" ein unverwechselbares Konzept, das den Einfluss- und Kontrollmaßnahmen des DDR-Literaturbetriebes widerstand und eine Überlebensstrategie als privater Verlag bot. Zwischen 1945 und 1984 erschienen 256 Titel mit zahlreichen Nachauflagen von über 100 Autoren. Zu ihnen gehörten Herta Fischer, Inge Müller, Walter Conrad, Hanns Krause, Hans-Günter Krack, Martin Selber, Wolfgang Held und Rudolf Weiß. Künstler wie Walter Klemm, Fritz Lattke, Engelbert Schoner, Horst Hausotte und Hans Wiegand illustrierten Bücher und gestalteten die für die Reihe so charakteristischen Einbände. Besonders haben es mir die in der Ausstellung gezeigten Originalzeichnungen dieser Künstler angetan.
Mit der Neugründung des Verlages 2006 durch Steffen und Tim Knabe, die Enkel der vormaligen Verleger, wird eine Tradition fortgesetzt und man kann hier nur verlegerischen Erfolg wünschen.In meiner Bibliothek findet sich ein Sonderdruck als Faksimile-Ausgabe der Weimarer Druck- und Verlagsanstalt Gebr. Knabe KG Weimar von 1941 "Theophrastus Paracelsus - PROGNOSTICATION AUFF XXIIII JAR ZUKÜNFTIG", herausgegeben vom Bibliothekar Eduard Strübing (der im Dezember 1945 wegen seiner Zugehörigkeit zur NSDAP aus dem öffentlichen Dienst entlassen wurde) in einer einmaligen Auflage von 750 gezählten Stücken. Mein Exemplar trägt die Nummer 15 und hat im Frontispiz eine handschriftliche Widmung des Herausgebers für den "Bibliotheksdirektor Paul Ortlepp" vom 16.5.1945, der jedoch wegen seines frühen Todes dieses Amt nur wenige Monate ausüben konnte.
Ausstellung Stadtmuseum Weimar28. November 2009 bis 14. Februar 2010
Karl-Liebknecht-Str. 5 - 9
99423 Weimar
3. Dezember 2009
20 Jahre Mauerfall - zum Zweiten
Am 10. November 2009 habe ich anläßlich 20 Jahre Mauerfall zu vergangenen bzw. bestehenden Mauern in der Welt geschrieben. Passend dazu möchte ich auf einen opulenten Text- und Bildband aufmerksam machen:
"Mauern als Grenzen"
Herausgegeben von Astrid Nunn
Verlag Philipp von Zabern, Mainz 2009
216 Seiten, 83 Abb.
Gebunden 29,90 €.
Die in Würzburg lebende Altertumsforscherin Astrid Nunn und weitere Experten des Fachs erzählen die Geschichte von Grenzmauern - von der Amurriter-Mauer im Zweistromland (2032 vor Christus) bis zu den heutigen Mauern - Bagdads Sicherheitszone, die Grenze der von Marokko beanspruchten Sahara oder der Grenzmauer zwischen Israel und Palästina, die Chinesische Mauer, die Berliner Mauer, den Hadrian-Wall und den Limes. Beruhigend: Alle diese Mauern der Vergangenheit wurden irgendwann überwunden; für die noch bestehenden wünschen wir uns genau dies.
"Mauern als Grenzen"
Herausgegeben von Astrid Nunn
Verlag Philipp von Zabern, Mainz 2009
216 Seiten, 83 Abb.
Gebunden 29,90 €.
Die in Würzburg lebende Altertumsforscherin Astrid Nunn und weitere Experten des Fachs erzählen die Geschichte von Grenzmauern - von der Amurriter-Mauer im Zweistromland (2032 vor Christus) bis zu den heutigen Mauern - Bagdads Sicherheitszone, die Grenze der von Marokko beanspruchten Sahara oder der Grenzmauer zwischen Israel und Palästina, die Chinesische Mauer, die Berliner Mauer, den Hadrian-Wall und den Limes. Beruhigend: Alle diese Mauern der Vergangenheit wurden irgendwann überwunden; für die noch bestehenden wünschen wir uns genau dies.
20. November 2009
"Kunst als Dekokirsche"
Eine ähnliche Problematik wie in Hamburg beschreibt Niklas Maak in der FAZ vom 18. November 2009 unter dem Titel "Fort mit dem weißen Karton". Es geht um den letzten zentralen Bauplatz in Berlin am Humboldthafen, den Wowereit mit einer neuen Kunsthalle bebauen möchte, nachdem "Alexanderplatz und Potsdamer Platz mit Shoppingmalls und Kinos zugepflastert wurden, am Pariser Platz die schweigsamen Fassaden von Banken und Botschaften dominieren, am Platz der Republik Abgeordnetenbüros und Hundehaufen."
Hier einige wörtliche Ausschnitte:
"Wo zu viel offensichtlicher Kapitalismus herrscht, wird nach Kunst gerufen. So auch hier..."
"...Die eigentliche Frage lautet: Warum schon wieder eine Kunsthalle? Warum baut man wieder den gleichen öden weißen Karton? Könnte man Kunst nicht ganz anders zeigen?..."
"...Es ist in Mode gekommen, Kunsträume als wertsteigernde Dekokirsche auf kommerzielle Immobilienprojekte zu setzen; der Künstler soll dem Quartier das Aroma urbaner Widerständigkeit geben und so der Sterilität entgegenwirken, die das Projekt erst in die Stadt bringt. Es ist verständlich, dass die Künstler da streiken; dass sie sich nicht zu den Würstchen machen lassen, zu denen Wilhelm Brandt, Pressesprecher des Immobilienentwicklers VIVICO, sie erklärt, wenn er Kunst im "Tagesspiegel" als Köder bezeichnet, um wichtige Menschen in die Stadt zu locken: "Das ist wie bei einer Wursttheke: Je größer die Auswahl, desto besser...."
"...Der Humboldthafen ist Berlins letzter Platz, an dem Architekten und Stadtplaner zeigen könnten, wie der öffentliche Raum des einundzwanzigsten Jahrhunderts aussehen und welche Rolle Kultur dabei spielen soll..."
Vielleicht sollte man in der Begriffsgeschichte auf die hellenistische Antike zurückgehen, die das Wort Museum nicht nur auf ein Haus bezog, sondern damit einen ganzen Stadtteil bezeichnete, eine "poröse, auch sozial durchlässige Struktur, eine aus offenen Räumen zusammengewachsene Kulturlandschaft, in der Künste - auch Tanz, Theater, Musik - anders aufführbar wären?..."
Hier einige wörtliche Ausschnitte:
"Wo zu viel offensichtlicher Kapitalismus herrscht, wird nach Kunst gerufen. So auch hier..."
"...Die eigentliche Frage lautet: Warum schon wieder eine Kunsthalle? Warum baut man wieder den gleichen öden weißen Karton? Könnte man Kunst nicht ganz anders zeigen?..."
"...Es ist in Mode gekommen, Kunsträume als wertsteigernde Dekokirsche auf kommerzielle Immobilienprojekte zu setzen; der Künstler soll dem Quartier das Aroma urbaner Widerständigkeit geben und so der Sterilität entgegenwirken, die das Projekt erst in die Stadt bringt. Es ist verständlich, dass die Künstler da streiken; dass sie sich nicht zu den Würstchen machen lassen, zu denen Wilhelm Brandt, Pressesprecher des Immobilienentwicklers VIVICO, sie erklärt, wenn er Kunst im "Tagesspiegel" als Köder bezeichnet, um wichtige Menschen in die Stadt zu locken: "Das ist wie bei einer Wursttheke: Je größer die Auswahl, desto besser...."
"...Der Humboldthafen ist Berlins letzter Platz, an dem Architekten und Stadtplaner zeigen könnten, wie der öffentliche Raum des einundzwanzigsten Jahrhunderts aussehen und welche Rolle Kultur dabei spielen soll..."
Vielleicht sollte man in der Begriffsgeschichte auf die hellenistische Antike zurückgehen, die das Wort Museum nicht nur auf ein Haus bezog, sondern damit einen ganzen Stadtteil bezeichnete, eine "poröse, auch sozial durchlässige Struktur, eine aus offenen Räumen zusammengewachsene Kulturlandschaft, in der Künste - auch Tanz, Theater, Musik - anders aufführbar wären?..."
19. November 2009
Allianz Oberbürgermeister - Investor auch in Altenburg
Die Skatstadt Altenburg macht von sich reden. Die Städtische Wohnungsgesellschaft Altenburg (SWG) plant mit Unterstützung des OB Michael Wolf (SPD) ein denkmalgeschütztes, bisher aber unsaniertes Gebäude am Marktplatz zugunsten eines Neubaus mit Wohnungen und Einkaufsmarkt abzureißen. So will sie einen "städtebaulichen Mißstand" beseitigen. Jedoch regt sich Widerstand durch Stadtratsmitglieder von CDU und Linkspartei und auch der Bürgerschaft gegen das Projekt, da "im thüringischen Altenburg einem der schönsten Marktplätze Deutschlands die Verstümmelung droht" (FAZ). Angeblich sei die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes wirtschaftlich nicht zumutbar, die SWG will sogar für ihren Neubau keine "architektenpreisverdächtige Neubebauung".
Wolfgang Hirsch hat dazu in der TLZ vom 19.11.09 einen bissigen Kommentar veröffentlicht:
"Die Crux mit dem Denkmalschutz". Er weist auf die im Osten Deutschlands in so großer Vielzahl erhaltenen Innenstädte hin, die mangels Kriegsschäden und Geld- sowie Kapazitätsmangel während der DDR-Zeit auf uns überkommen sind und von Politikern und Wirtschaftsvertretern oft als Altlasten angesehen werden.
Wörtlich: " So haben leider viele hiesige Stadtkerne ihr gewachsenes Antlitz bewahrt und stehen dafür in den großen Reiseführern. Zumal Westdeutsche, die von Hause ja häufig durch gesichtslose Innenstädte und uniform gestaltete Einkaufspassagen verwöhnt sind, fahren gerne gen Osten - etwa um die "Deutsche Renaissance" in Altenburg zu bewundern.Trotzdem sind wir das Geschwiemel ums historische Erbe jetzt leid! Und Besucher, die womöglich im Urlaub noch Geld ausgeben, braucht eine sterbende Stadt wie Altenburg schon gar nicht. So ist es hoch an der Zeit, den Marktplatz ein für allemal zu ruinieren. Der unheiligen Allianz von Stadtspitze und Wohnungsgesellschaft ist das - Gott sei Dank - zuzutrauen."
Nun kann man nur hoffen, dass der Widerstand der Bürger und hartnäckiger Stadträte der Stadtspitze in der heutigen Ratssitzung einen Strich durch Rechnung machen. Wie sich doch die Bilder gleichen! (siehe Speyer).
Wolfgang Hirsch hat dazu in der TLZ vom 19.11.09 einen bissigen Kommentar veröffentlicht:
"Die Crux mit dem Denkmalschutz". Er weist auf die im Osten Deutschlands in so großer Vielzahl erhaltenen Innenstädte hin, die mangels Kriegsschäden und Geld- sowie Kapazitätsmangel während der DDR-Zeit auf uns überkommen sind und von Politikern und Wirtschaftsvertretern oft als Altlasten angesehen werden.
Wörtlich: " So haben leider viele hiesige Stadtkerne ihr gewachsenes Antlitz bewahrt und stehen dafür in den großen Reiseführern. Zumal Westdeutsche, die von Hause ja häufig durch gesichtslose Innenstädte und uniform gestaltete Einkaufspassagen verwöhnt sind, fahren gerne gen Osten - etwa um die "Deutsche Renaissance" in Altenburg zu bewundern.Trotzdem sind wir das Geschwiemel ums historische Erbe jetzt leid! Und Besucher, die womöglich im Urlaub noch Geld ausgeben, braucht eine sterbende Stadt wie Altenburg schon gar nicht. So ist es hoch an der Zeit, den Marktplatz ein für allemal zu ruinieren. Der unheiligen Allianz von Stadtspitze und Wohnungsgesellschaft ist das - Gott sei Dank - zuzutrauen."
Nun kann man nur hoffen, dass der Widerstand der Bürger und hartnäckiger Stadträte der Stadtspitze in der heutigen Ratssitzung einen Strich durch Rechnung machen. Wie sich doch die Bilder gleichen! (siehe Speyer).
16. November 2009
Heute hat Oscar Wilde Geburtstag
Der 16. November ist der Geburtstag Oscar Wilde´s, der 1854 als zweites Kind von William und Jane Wilde unter dem Namen Oscar Fingal O´Flahertie Wills Wilde in Dublin geboren wurde. Bereits der Zwanzigjährige verkündete, er wolle Dichter werden und noch dazu berühmt. "Und wenn schon nicht berühmt, dann zumindest berüchtigt." Und er wurde beides.
In meiner Bibliothek findet sich die Biografie des amerikanischen Literaturwissenschaftlers Richard Ellmann (1918 - 1987). Berühmt wurde dieser durch seine James-Joyce-Biografie (1959) und seine Arbeiten über William Butler Yeats. Eine meiner größten antiquarischen Erwerbungen war eine Ausgabe der "Salome" mit den 16 Zeichnungen von Aubray Beardsley (Deutsch von Curt Moreck) - eine Ausgabe des Verlags Heinrich Böhme Hannover 1919, gedruckt in der Offizin der Mandruck-Gesellschaft zu München. Eine verkleinerte Ausgabe brachte der Insel-Verlag Frankfurt 1919 als Insel-Bücherei Nr. 247 heraus (Übertragung von Hedwig Lachmann).
In meiner Bibliothek findet sich die Biografie des amerikanischen Literaturwissenschaftlers Richard Ellmann (1918 - 1987). Berühmt wurde dieser durch seine James-Joyce-Biografie (1959) und seine Arbeiten über William Butler Yeats. Eine meiner größten antiquarischen Erwerbungen war eine Ausgabe der "Salome" mit den 16 Zeichnungen von Aubray Beardsley (Deutsch von Curt Moreck) - eine Ausgabe des Verlags Heinrich Böhme Hannover 1919, gedruckt in der Offizin der Mandruck-Gesellschaft zu München. Eine verkleinerte Ausgabe brachte der Insel-Verlag Frankfurt 1919 als Insel-Bücherei Nr. 247 heraus (Übertragung von Hedwig Lachmann).
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